Fortbildung Gesprächstherapie (2 WE)

Gesprächstherapie
Gesprächstherapie

Die Gesprächstherapie nach Rogers ist eine humanistische Psychotherapie und wird auch nicht-direktive oder personenzentrierte Psychotherapie genannt. Im Vordergrund dieser Therapieform steht nicht eine Fülle von psychotherapeutischen Interventionen sondern die therapeutische Grundhaltung. Dieses Verfahren geht davon aus, dass der Mensch grundsätzlich nach Selbstverwirklichung strebt und er die „Lösungen“ für seine Probleme in sich trägt, diese jedoch nur in einem bestimmten klientenzentriertem Rahmen erfahren kann.

Daher steht in diesem Modul die grundsätzliche Gestaltung des therapeutischen Prozesses im Vordergrund: Anerkennung, Wertschätzung, Empathie, Kongruenz (Echtheit) und nicht direktives Vorgehen.

Die Fortbildung findet an 3 Wochenenden statt und ist unter anderem ein Bestandteil der Intergrativen Psychotherapie Ausbildung.

 
Weitere Informationen zur Gesprächstherapie

Carl Rogers, ein amerikanischer Psychologe und Psychotherapeut, entwickelte in den USA der 40er Jahre diese Personenzentrierte/Klientenzentrierte Gesprächstherapie und baute damit die Humanistische Psychologie um einen wichtigen Bestandteil aus.

Mittelpunkt dieser Arbeit ist die Klienten-Therapeuten-Beziehung. Ausgehend von der "Selbstverwirklichungs- und Vervollkommnungstendenz (Aktualisierungstendenz) geht diese Beratungsmethode davon aus, dass jeder Mensch alles in sich trägt, was er für die Heilung oder Weiterentwicklung benötigt.

Es handelt sich dabei um eine non-direktive (nicht-direktiven) Gesprächspsychotherapie,  in der der Klient in einer warmen und vertrauensvollen Atmosphäre gemeinsam mit dem Therapeuten mehrere Phasen durchläuft. Nachdem es dem Klienten mit Hilfe des Therapeuten gelungen ist, seine Gefühle und Gedanken - positive und negative - zu erkennen und auszudrücken (Selbstexploration), hilft ihm dieser, seine Gefühle zu verbalisieren ohne zu intervenieren, so dass sich der Klient vollkommen verstanden fühlt: "Genau so habe ich es gemeint." Er gelangt somit zu einer höheren Selbstwahrnehmung und Reflexion (Selbstkonzept). Stimmt das Selbstkonzept ("ich bin") nicht mit dem Idealem Selbst ("ich sollte sein") übereinstimmt, spricht man von Inkongruenz. Welche dann zu dem Wunsch bzw. der Notwendigkeit nach Hilfe oder Unterstützung durch einen Therapeuten führen kann. 

Drei Grundhaltungen und Qualtitäten des Therapeuten sind nach Rogers für eine erfolgreiche Gesprächstherapie unerlässlich:

  1. Kongruenz - in seiner Haltung (Echtheit, Wahrhaftigkeit gegenüber dem Klienten)
  2. Empathie - Einfühlsames Verstehen der Welt und der Probleme aus der Sicht des Klienten und die Fähigkeit, diese Empathie dem Klienten zu kommunizieren
  3. Respekt - bedingungslose positive Wertschätzung gegenüber dem Klienten
Lehrinhalte Modul Gesprächstherapie

Lehrinhalte unserer Ausbildung: 2 Wochenenden

In diesem Modul wird die Arbeitsweise der Gesprächstherapie erläutert und eingeübt. Dies geschieht anhand von eigenen Beispielen, Rollenspielen und Gruppendiskussionen.

Themen:

  • Grundlagen der Gesprächstherapie
  • Das Humanistische Weltbild als Grundlage der Beratung / Therapie
  • Die "Haltung" des Beraters / Therapeuten als Grundlage für eine wertschätzende Beratung / Therapie
  • Der Klient/ Patient als Experte seiner Lebenswelt
  • Die Beziehungsgestaltung zwischen Klient und Therapeut
  • Was bedeutet klientenzentrierte Beratung?  

Übungen zum Thema:

  • Empathie
  • Aktives Zuhören
  • Fragenstellen 
  • Spiegeln
  • Kongruenz & Authentizität des Beraters / Therapeuten

Die Fortbildung Gesprächstherapie findet an 2 Wochenenden statt ist unter anderem ein Bestandteil der Intergrativen Psychotherapie Ausbildung.


Änderungen und Ergänzungen durch die Akademieleitung sind jederzeit möglich.

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